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| Tobiobi |
17.03.2010, 18:09
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#1
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Siganese ![]() Gruppe: members Beiträge: 3 Mitglied seit: 17.03.2010 Mitglieds-Nr.: 21.200 |
Hallo Leute,
ich bereite momentan eine Präsentation zu Perry Rhodan in einem Kurs vor, der die Zeitgeschichte des Dranges des Menschen nach dem Weltraum behandelt. Ich habe dazu einen Ausschnitt von "Die Dritte Macht gelesen". Mein Teil der Präsentation (ist eine Gruppenpräsentation) behandelt die Vorstellung des Kult Perry Rhodan's, und auch die Charakterisik des Hauptcharakters PR selbst. Zum zweiten dachte ich mir, stelle ich die Frage am besten wirklichen Fans anstatt nur vorgekautes bei Wikipedia zu lesen: Ist Perry Rhodan wirklich der typisch amerikanische Space-Cowboy, der nicht lange fakelt, immer die Kontrolle und einen kühlen Kopf bewahrt? Wie würdet Ihr ihn beschreiben? Warum ist er so wie er ist, wen soll das (aus Sicht der damaligen Geschichte) wohl am ehesten widerspiegeln? Ich sag schon mal Danke dafür, das ihr mir eure Leidenschaft näher führt! Und falls noch jemand einen guten Hinweis darüber hat, wie sich der Kult von damals am besten Beschreiben lässt (vergleich bar mit den "Trackis" heute?), dann bin ich dem auch dankbar! Viele Grüße, Tobiobi |
| Mercanos |
17.03.2010, 20:31
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#2
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![]() Siganese ![]() Gruppe: members Beiträge: 65 Mitglied seit: 02.11.2009 Mitglieds-Nr.: 20.796 |
Schwer zu sagen, kommt drauf an was du unter "Cowboy" dir so vorstellst. Ich find es eigentlich paradox, dass er zwar ein Regierungsoberhaupt und auch Symbolfigur der Menschheit ist und somit Person eine von Wichtigkeit ist. Aber immer an vorderster Front im Kampf sein Leben riskiert.
Kürzlich wurde das als "Perrys berühmte Unfähigkeit zu sterben" beschrieben. Sonst vom Charakter her generell eher der charismatische Held und netter Typ. -------------------- Ich weiß was, was du nicht weißt ... und das ist blau!
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| Basso Continuo |
17.03.2010, 21:26
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#3
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![]() Marsianer ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 149 Mitglied seit: 27.11.2009 Mitglieds-Nr.: 20.852 |
Mir ist unklar, was mit "Kult" gemeint ist.
Eine Besonderheit "Perry Rhodans" ist die irrsinnige Laufzeit der Serie. Das ist schon irgendwie "kultig". Aber anscheinend kommt es Dir ja auf den Star der Serie an, und auf dessen Charakterisierung in den Anfängen. Es wäre hilfreich, wenn Du etwas mehr Informationen rausrückst. Thema des Kurses, genauer Arbeitstitel Eurer Präsentation, geplante Gliederung etc. Geht es auch um zeitgeschichtliche Parallelen (Gagarin - Armstrong - Rhodan - James Bond etc.)? |
| Tobiobi |
17.03.2010, 22:28
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#4
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Siganese ![]() Gruppe: members Beiträge: 3 Mitglied seit: 17.03.2010 Mitglieds-Nr.: 21.200 |
Der genaue Arbeitstitel der Präsentation ist eben "PR - die dritte Macht". In dem Kurs setzen wir uns mit Literatur und Kultur rund um das Thema Menschen und ihr Drang in den Weltraum auseinander. Der Aufbau der Präsentationen ist dabei meist gleich: Einführender Teil, Biographie des Autors, Charakteristika der Figuren, Zeitepoche, und Interpretation des Textes.
In meinem Teil will ich nun zum einen die Person Perry Rhodan charakterisieren: was ist er für ein Typ, für was für einen Typ steht er, mit Rücksicht auf die Zeit in der PR erschienen ist. Außerdem will ich den Kult beleuchten: Wie du sagst, es ist unglaublich wie lange es die Serie schon gibt und das mir in einem PR Forum noch am selben Abend geantwortet wird Hoffe ich konnte mein Anliegen etwas klarer machen, auf jeden Fall schon mal vielen Dank für die Hilfe! |
| Counterstrike |
18.03.2010, 00:43
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#5
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![]() Superintelligenz ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 2.382 Mitglied seit: 25.10.2004 Mitglieds-Nr.: 266 |
Der genaue Arbeitstitel der Präsentation ist eben "PR - die dritte Macht". In dem Kurs setzen wir uns mit Literatur und Kultur rund um das Thema Menschen und ihr Drang in den Weltraum auseinander. Der Aufbau der Präsentationen ist dabei meist gleich: Einführender Teil, Biographie des Autors, Charakteristika der Figuren, Zeitepoche, und Interpretation des Textes. In meinem Teil will ich nun zum einen die Person Perry Rhodan charakterisieren: was ist er für ein Typ, für was für einen Typ steht er, mit Rücksicht auf die Zeit in der PR erschienen ist. Außerdem will ich den Kult beleuchten: Wie du sagst, es ist unglaublich wie lange es die Serie schon gibt und das mir in einem PR Forum noch am selben Abend geantwortet wird Hoffe ich konnte mein Anliegen etwas klarer machen, auf jeden Fall schon mal vielen Dank für die Hilfe! Tut mir leid, aber da liegst Du falsch. Begonnen hat es mit den Romanheften (aka Groschenromane). Das war 1961, geplant waren damals wohl 30 Hefte. Die meisten derartigen Reihen wurden damals wohl um die 30 Hefte, einige kamen bis 99, 100 schafften nur wenige. Warum ausgerechnet PR damals so erfolgreich wurde? Keine Ahnung ich war da nichtmal geboren ^^. Ein wichtiger Punkt ist die fortlaufende Handlung anstelle abgeschlossener Romane (--> Bindung) in Verbindung mit der Zyklenstruktur (--> Einstiegspunkte für Neuleser zu den 100er Nummern). Dann sind da noch zwei Phänomene, die meines Wissens nach PR-typisch sind: eine sehr große Stammleserschaft und eine hohe Anzahl von Rückkehrern (also Leuten die irgendwann mal PR gelesen haben und Jahre später wieder über ein Heft am Kiosk / ein Taschenbuch in der Buchhandlung stolpern und erneut beginnen). Nimmt man zum Beispiel Star Trek als Vergleich hat man parallelen: - Ein Universum das seit den 60er Jahren bis heute Autoren als Hintergrund dient - Verschiedene Formen/Medien (Film, Buch, Taschenbuch, Heft, Hörspiel usw.) aber auch viele Unterschiede: - keine durchgehenden Handlungsbögen sondern Geschichten die völlig losgelöst voneinander sind und nur zufällig die gleichen Hauptpersonen haben (Ausnahme: DS9 die späten Staffeln) - praktisch keine Charakterentwicklung (die Hauptpersonen sind auf status quo ante zurückzugeben, damit andere Autoren keine Probleme kriegen) - keine unterbrechungsfreie Serie - wenn es das aktuelle Projekt erfordert wird die Geschichte umgeschrieben - zumindest seit ich aktiv bin gab es immer einen regen Kontakt und Austausch zwischen Lesern und Autoren in Form von Leserbriefen, Fantreffen und Foren. Eine ganze Reihe Autoren haben als Leser und Fans begonnen und dann auf die dunkle Seite der Macht gewechselt... (äh Schuldigung, falsches Universum...) Ansonsten könnte dir das hier noch weiterhelfen: Perry Rhodan in der Perrypedia -------------------- Christian
Einen guten Krieger erkennt man nicht daran wie er sein Schwert führt, sondern daran wann er es nicht tut! Avatar by aisling (http://home.arcor.de/aisling/bilder/icons.html) |
| Basso Continuo |
18.03.2010, 01:01
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#6
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![]() Marsianer ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 149 Mitglied seit: 27.11.2009 Mitglieds-Nr.: 20.852 |
Der genaue Arbeitstitel der Präsentation ist eben "PR - die dritte Macht". In dem Kurs setzen wir uns mit Literatur und Kultur rund um das Thema Menschen und ihr Drang in den Weltraum auseinander. Der Aufbau der Präsentationen ist dabei meist gleich: Einführender Teil, Biographie des Autors, Charakteristika der Figuren, Zeitepoche, und Interpretation des Textes. In meinem Teil will ich nun zum einen die Person Perry Rhodan charakterisieren: was ist er für ein Typ, für was für einen Typ steht er, mit Rücksicht auf die Zeit in der PR erschienen ist. Ich denke, es ist nicht verkehrt, auf die Besonderheiten der Gattung "Groschenroman" einzugehen. Die Reihe "Perry Rhodan" ist eher aus Versehen viel größer geworden, als geplant. Als Figur müßte man einerseits darauf achten, welche Rolle er als Held im Groschenroman spielt, andererseits eben auch analysieren, was sich kulturell in der Figur "Perry" widerspiegelt. Es dürfte kein Zufall sein, wenn Anfang der sechziger Jahre ein männlicher weißer US-Amerikaner mittleren Alters als Menschheitsheld auftaucht. Interessant wäre es auch, auf die übermenschlichen Züge zu sehen: relative Unsterblichkeit und relative Allwissenheit dank Arkonidentechnik. Schließlich würde ich auch auf die Bedeutung seiner Mentoren Crest und ES einen Blick werfen. Später gilt Rhodan als "der" Terraner. Seit wann? Was hat das zu bedeuten? Zur Zeitepoche: Sputnik-Schock, Mondprogramm, Erkundung des Sonnensystems, kalter Krieg, Atombombe, "Mumien, Monstren, Mutationen (!)"... |
| wepe |
18.03.2010, 17:54
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#7
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![]() PR-Praktikant ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Moderatoren Beiträge: 10.387 Mitglied seit: 26.08.2004 Aus: Duisburg Mitglieds-Nr.: 1.178 |
Der genaue Arbeitstitel der Präsentation ist eben "PR - die dritte Macht". In dem Kurs setzen wir uns mit Literatur und Kultur rund um das Thema Menschen und ihr Drang in den Weltraum auseinander. Der Aufbau der Präsentationen ist dabei meist gleich: Einführender Teil, Biographie des Autors, Charakteristika der Figuren, Zeitepoche, und Interpretation des Textes. In meinem Teil will ich nun zum einen die Person Perry Rhodan charakterisieren: was ist er für ein Typ, für was für einen Typ steht er, mit Rücksicht auf die Zeit in der PR erschienen ist. Außerdem will ich den Kult beleuchten: Wie du sagst, es ist unglaublich wie lange es die Serie schon gibt und das mir in einem PR Forum noch am selben Abend geantwortet wird Hoffe ich konnte mein Anliegen etwas klarer machen, auf jeden Fall schon mal vielen Dank für die Hilfe! Ich nehme an, nach den Tipps von Counter hängst du schon in der Perrypedia fest und liest und liest und liest ... Ich will nur auf den Aspekt "Kult" kurz eingehen - hier findest du einige Hinweise auf Clubs, Cons, Stammtische... Auch das dürfte mehr sein, als du verwerten kannst, aber es macht deutlich, in welchen Größenordnungen und Jahrzehnten sich auch das Fandom bewegt. Bitte stell dir dabei vor, dass du in diesem Link wirklich nur die großen Clubs findest, die jetzt aktiv sind - das ist aber bereits die 3. Generation von Fanclubs. Merkt man teils auch daran, dass sie sehr stark Internet basieren. Angefangen haben die ersten PR-Fanclubs vermutlich Mitte / Ende der 60er Jahre in den größeren Städten, gefördert durch Kontakthilfe seitens des Verlags (Adressen, Aufrufe usw. in den Heften), sonst hätten sich die verstreuten Leser damals ja nie gefunden ... Anfang der 70er Jahre muss es eine ziemlich Anzahl solcher ortsgebundenen Clubs gegeben haben, es wurden Fanzines rausgebracht und die kommunizierten auch untereinander. Von den frühen existieren die meisten wohl nicht mehr - allerdings gibt es "berühmte" Ausnahmen, die heute noch sehr aktiv sind. Schau mal bei dem Link von PRFZ - die FanZentrale müsste Auskunft geben können. Neben den Cons sind es in den letzten Jahren die Stammtische, bei denen was los ist. Einige geben ihre Termine hier ins Forum - schau doch mal, ob was in deiner Nähe ist. per aspera ad astra! Dein Hauptproblem in der Arbeit wird sein, dass du es von 1961 bis heute zu tun hast mit jeweils rund 4 Generationen: bei den Autoren, bei den Lesern, bei den Inhaltsschwerpunkten - und sogar bei der Charakteristik der Hauptpersonen. Der Perry von 2010 ist nicht der von 2000 ist nicht der von 1990 ist nicht der von 1980 ist nicht .... Nur zur Beruhigung: Von der Faszination des Weltraums schwärmen wir alle auch heute noch ... -------------------- |
| Nisel |
18.03.2010, 18:26
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#8
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![]() PR-Praktikant ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 15.057 Mitglied seit: 03.06.2005 Mitglieds-Nr.: 1.611 |
Zum zweiten dachte ich mir, stelle ich die Frage am besten wirklichen Fans anstatt nur vorgekautes bei Wikipedia zu lesen: Ist Perry Rhodan wirklich der typisch amerikanische Space-Cowboy, der nicht lange fakelt, immer die Kontrolle und einen kühlen Kopf bewahrt? Wie würdet Ihr ihn beschreiben? Warum ist er so wie er ist, wen soll das (aus Sicht der damaligen Geschichte) wohl am ehesten widerspiegeln? Naja, was heißt Kontrolle, meist hat er ja reagieren müssen, weil die Gefahr auf die Milchstraße/Menschheit zugekommen ist... einen kühlen Kopf ja, den kann man ihm wohl unterstellen, sogar manchmal zu kühl für meinen Geschmack, was damit auch dem Cowboy-Klischee eigentlich widerspricht, der erst schießt und dann fragt. Perry war von Anfang an eher neugierig. Natürlich hat er viele "Husarenstückchen" geritten, aber die eben auch nicht affektiv, sondern wohlüberlegt meist. Insofern, nein, in meinen Augen ist er kein Cowboy. -------------------- |
| Deimos 2007 |
18.03.2010, 21:07
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#9
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![]() Kosmokrat ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 4.226 Mitglied seit: 17.07.2007 Mitglieds-Nr.: 8.637 |
Der Erfolg der Serie hatte auch damit zu tun, daß "nicht mit dem 110.Stockwerk begonnen wurde, sondern mit einem soliden Fundament"(KH Scheer); d.h.die Handlung begann in der "Jetztzeit" und nicht in einer fernen Zukunft.Die SF begann also in der realen Zeit des Lesers, der - wie der Protagonist der Serie PR - sozusagen staunend in die "Wunder des Universums" hineinwuchs.
Wie schon Wepe schrieb; PR veränderte sich im Laufe der Jahrzehnte und war immer "Reales Kind" seiner Zeit. Die um 1975 entstandenen PR-Romane waren ehr SF-Fantasy mit Friedensmissionen ohne Raumschlachten. Der "Spiegel" sprach um 1986(auch nachzulesen auf der Internet Archivseite der Zeitschrift) auch von der "Butterfahrt ins All". Insofern ist eine einheitliche Charakterisierung nicht (um es vorsichtig auszudrücken)nicht ganz einfach! |
| Tobiobi |
19.03.2010, 12:33
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#10
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Siganese ![]() Gruppe: members Beiträge: 3 Mitglied seit: 17.03.2010 Mitglieds-Nr.: 21.200 |
Wow, vielen Dank für die inhaltsreichen Antworten! Da ist einiges dabei, mit dem ich mich auseinandersetzen und verwerten kann! Vielen Dank nochmal!
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| hawaklar |
22.03.2010, 23:39
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#11
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![]() Kosmokrat ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 4.006 Mitglied seit: 25.10.2004 Mitglieds-Nr.: 263 |
Zur Zeitepoche: Sputnik-Schock, Mondprogramm, Erkundung des Sonnensystems, kalter Krieg, Atombombe, "Mumien, Monstren, Mutationen (!)"... Ergänzung: Das war damals die Zeit der absoluten Technik- und Fortschrittsgläubigkeit und man war gegenüber neuen (heute würde man sie Risiko-)Technologien (nennen) mehr als aufgeschlossen. Anders lässt sich z. B. die Ansiedlung von NUKEM und weiteren Atomfirmen (einfach auf die Links unter weitere Anlagen am Standort verfügbar klicken) in Hanau-Wolfgang mitten im Rhein-Main-Ballungsgebiet nicht erklären. Ich will einmal darauf eingehen, weshalb die Perry Rhodan-Serie für mich Kultstatus gewonnen hat. Möglicherweise ist es ähnlichen Gleichaltrigen damals genau so gegangen: Ich bin 1958 geboren und kam so ungefähr 1969/1970 in Kontakt mit der Serie. Zuerst sind mir wohl einige Hefte aus dem MDI-Zyklus in die Hände gefallen. Später habe ich natürlich alle vorherigen Hefte nachgeholt und teilweise 3 oder 4 Auflagen der Serie gleichzeitig gelesen. Vorher hatte ich Western, Krimis und Landser gelesen. Da ähnelten sich die Storys im jeweiligen Genre mit der Zeit total. Im Western kam meistens der ehemals verfemte Cowboy aus dem "Exil" oder dem Bürgerkrieg in seine Heimat zurück und musste sich gegen habgierige Landräuber zur Wehr setzen. in den Krimis hat Jerry Cotton am Ende jeden Täter dingfest gemacht und in den Landser-Heften erfuhr man alles darüber, wie sich die taperen Soldaten einerseits gegen übermächtige Feinde, andererseits aber auch gegenüber Parteibonzen in Uniform durchsetzen mussten. Ganz anders die Helden in den PR-Romanen. Die erlebten auch Abenteuer en masse und führten Kommandounternehmen durch (ich denke da vor allem an Don Redhorse), aber die Story ging immer weiter und kam meistens erst zum Zyklenende zu einem vorläufigen Ende. Dabei kamen in den Romanen aber auch der Humor und die Menschlichkeit nicht zu kurz (dafür standen für mich vor allem Clark Darltons Romane). War es anfangs nur der Wunsch wissen zu wollen, wie die Geschichte bis zum Zeitpunkt meines Einstiegs verlaufen ist und wie sie weiter geht, so bin ich erst viel später darauf gekommen, dass in der Geschichte eine Botschaft auf der Metaebene weiter gegeben wurde, und das war die Botschaft von der geeinten Welt/Menschheit in der es keine Diskriminierung gab. Man denke nur daran, dass in Zeiten des kalten Krieges sich "Nato", "Warschauer Pakt" und die Chinesen (Asiatische Föderation) gegen den "Tyrannen" der den begonnenen Atomkrieg verhinderte, zusammenschlossen und gemeinsame Strategien erarbeiteten. Später als Perry die Menschheit geeint hatte, konnten Farbige in der Solaren Flotte Schlachtschiffe befehligen, während sie im realen Amerika nicht einmal mit Weißen die gleiche Toilette aufsuchen durften. Es war für mich damals eine Zeit, in der ich für mich alleine, auf dem Dorf kannte ich keinen anderen Rhodanisten, Geschichten in verschiedenen Rollen in Gedanken nachgespielt habe - ich glaube, ich habe damals sogar von den Geschichten geträumt.So was habe ich sonst nur bei Winnetou gemacht. Aber die Rhodanserie war meiner gefühlten Realität (vgl. oben meine Ergänzung zur Zeitepoche) viel näher, als die Karl-May-Geschichten. Es hat mir als gefühltem Helden natürlich sehr gefallen, dass in der Serie Schwache (Völker) bescützt wurden (Swoons) und die Fieslinge ihre gerechte Strafe erhielten. Das ist aus heutiger Sicht natürlich sehr starke Schwarz-Weiß-Malerei, aber damals hat es mich geprägt. Erst viel später, im Austausch mit anderen Fans wurde der für mich alles beschreibende Begriff Positive Utopie für die frühen Jahre der Serie geprägt. Das herausragende Beispiel dafür ist für mich immer noch das Verhältnis der Terraner zu den Maahks welches im unten angeführten Titelbild symbolisiert wird. ZITAT Ich denke mal, daß ein sehr wichtiger Grund für die Faszination des MDI-Zyklusses die Tatsache ist, daß es dort gelungen ist, mit einem Volk das fremdartiger nicht sein kann und das für Terraner völlig unverträgliche Lebensverhältnisse benötigt, nach einer Phase der kriegerischen Auseinandersetzung zu einem dauerhaften Bündnis zu gelangen. Wenn ich alleine an die zahlreichen Geschichten denke, in denen Terraner oder Maahks zu Gast in der jeweils lebensfeindlichen Umgebung waren, zählt für mich diese Allianz noch immer mit zu den faszinierendsten Ereignissen in der gesamten PR-Historie. QuelleZur Verständigung von Terranern und Maahks gibt es doch das bekannte Poster des (real völlig unmöglichen) Händedrucks. Deutlicher kann man meines Erachtens eine postive Utopie nicht darstellen. ![]() Der Beitrag wurde bearbeitet von hawaklar am 22.03.2010, 23:40 Uhr. -------------------- "Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wäre, aber soviel kann ich sagen: Es muß anders werden, wenn es gut werden soll." Georg Christoph Lichtenberg (1742 - 1799) "Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer" (Antoine de Saint-Exupéry) |
| Heiko Langhans |
23.03.2010, 11:46
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#12
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Oxtorner ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 653 Mitglied seit: 13.03.2005 Mitglieds-Nr.: 4.243 |
@tobi
Vielleicht wäre ein Stammtisch-Treffen für Dich ganz nützlich ... -------------------- |
| Deimos 2007 |
02.06.2010, 20:13
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#13
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![]() Kosmokrat ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 4.226 Mitglied seit: 17.07.2007 Mitglieds-Nr.: 8.637 |
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